Labor

MODUL A: Methodenentwicklung für die Extraktion, Charakterisierung und Reinigung von allergenen Proteinen

In der Startperiode des Projektes sollen von den selektierten Analyten Ei, Milch, Erdnuss und Haselnuss vor allem von Erdnuss und Haselnuss allergene Proteine präpariert werden. Zur Produktion in größeren Mengen sollen scale-up Strategien entwickelt werden. Die präparierten Proteine müssen auch charakterisiert werden unter Anwendung von proteinchemischen Methoden wie SDS-PAGE, LC-MS/MS oder LC-TOF. Erhaltene Sequenzinformationen sollen genutzt werden, um eine Zuordnung und Charakterisierung der extrahierten Proteine zu ermöglichen. Mittels dieser MS-Methoden soll auch noch versucht werden Referenzmessmethoden für die einzelnen allergenen Proteine zu entwickeln als Referenzmethoden zu den Immunoanalytischen Testsystemen. Ebenso sollen diese Methoden zur weiteren Charakterisierung bzw. Identifizierung von Proteinen in den unterschiedlichsten Matrices wie Schokolade oder prozessierten Lebensmitteln herangezogen werden.

MODUL B: Antikörperherstellung

Die unterschiedlichen Extrakte bzw. präparierten Proteine werden für die Antikörperherstellung verwendet. Es werden sowohl polyklonale als auch monoklonale Antikörper entwickelt werden. In unserem In-House Zellkulturlabor besteht die Möglichkeit einer direkten Vorort Selektion. Da nicht jeder Antikörper für den Einsatz in jedem der angestrebten Testsysteme geeignet sein wird, ist diese direkt Suchmöglichkeit von großem Vorteil für das Projekt, da hier eine große Flexibilität bezüglich der Entscheidung, welcher Antikörper zur Testentwicklung geeignet ist, erreicht werden kann.

MODUL C: Entwicklung von Schnelltestsystemen

Modul C besteht aus drei Teilen. Modul C.1 beinhaltet die Entwicklung von Immunochromatographischen Testsystemen wie Lateral Flow Devices oder Dipsticks. Im Module C.2 sind Immunosensoren das Thema und in Modul C.3 werden Micro Arrays entwickelt werden. Die in Modul B entwickelten Antikörper werden in allen drei Systemen unabhängig voneinander gestestet, zur Bestimmung des am besten passenden Matching-Pairs. Diese Suche und Entscheidung muss unabhängig getroffen werden, da sich die drei Testsysteme in Ihrem Aufbau bezüglich Kopplung, Detektion und Design doch erheblich unterscheiden. Die Gemeinsamkeiten, die die Testsysteme am Ende der Entwicklung aufweisen sollten, sind die verlässliche Messung und die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse bei der Messung der ausgewählten allergenen Proteine in unterschiedlichen Lebensmittelmatrices, prozessiert oder nicht-prozessiert.