Lebensmittel können unterschiedlichste Kontaminationen enthalten,
natürlicher oder künstlicher Natur. Allergene Proteine sind ein
Beispiel für natürlich vorkommende Kontaminanten, die von Allergikern
vermieden werden müssen. In den letzten Jahren hat ein Umdenken in
der Kontrolle von Gesundheitsrisiken, hervorgerufen durch Lebensmittel
und mögliche Kontaminanten, stattgefunden. Forschung über kumulative
Risiken, Exposition und Langzeiteffekte haben die Aufmerksamkeit
erhöht. Für sichere Lebensmittel ist eine schnelle Identifikation
der Kontamination und Rückverfolgbarkeit von größter Wichtigkeit
(Konzept "von der Farm zum Verbraucher") und ebenso die Applikation
von Richtlinien und Legislativen. Neue Analytische Methoden sind
notwendig um Risk Assessment Tools zu entwickeln und entsprechende
Rechte durchsetzen zu können. Speziell im Bereich der Allergenanalytik
in Lebensmitteln durch die Absenz von klaren Threshold levels und dem
schwelenden Risiko der Kreuzkontaminationen, sind analytische Methoden
zum Allergennachweis in Lebensmitteln unbedingt notwendig in Risk
Assessment Situationen als Unterstützung bei der Entscheidungsfindung.
Für das Christian Doppler Labor für die Analytik allergener
Lebensmittelkontaminanten wurden aus der Liste des Annex IIIa der
Direktive 2003/89/EC Milch, Ei, Erdnuss und Nüsse als allergenen
Pilotlebensmittel ausgewählt. Ausgewählte Allergene/Markerproteine
werden hergestellt und charakterisiert sowie Antikörper hergestellt.
Als schnelle Immunoanalytische Testsysteme kommen Immunochromatografische
Systeme (LFDs), Immuno-basierende Sensoren und Micro Arrays zum Einsatz.
Diese Testsysteme sollen einen qualitativen und quantitativen Nachweis
der ausgewählten Lebensmittel ermöglichen.